Webzukunft 2013 unter Facbook.com Führung
Freitag, den 15. Januar 2010 um 17:38 Uhr
|
|||
Webzukunft 2013: Handys lösen Computer ab
Gartner ortet radikalen Medienwandel - Facebook übernimmt Führungsrolle
Handys laufen PCs den Rang ab
Die Digitalisierung der Gesellschaft schreitet in Riesenschritten voran. Dass sich der Wandel von Mensch und Medien nun geradezu explosionsartig vollzieht, ist jüngsten Prognosen der Marktforscher von Gartner abzuleiten. Bei der zunehmenden Einbindung des Menschen in ein digitales Leben spielt mobiles Internet die zentrale Rolle. Bereits bis 2013 werden webfähige Handys Computern beim Internetzugang den Rang ablaufen, prognostizieren die Experten. Im dialogfähigen sozialen Netz soll Facebook die dominante Führungsrolle zu Teil werden. Stand heute Januar 2010, hat facebook.com mehr als 350 Mio. registrierte Benutzer.
Ständig online
"Bald wird jeder rund um die Uhr online sein", meint Daniel Ott, Sprecher der Initiative D21 http://www.initiatived21.de, im Gespräch mit pressetext. "Es zeichnet sich bereits ab, dass Smartphones und mobiler Webzugang immer stärker an Bedeutung gewinnen. Das Potenzial, welches das Internet ohnehin bietet, wollen immer mehr Menschen nutzen", betont Ott. Das mobile Netz biete diese Vorteile ständig. Daher sei es eine logische technologische Entwicklung, dass es sich immer weiter verbreite.
"Die mobile Web-Nutzung wird zur Selbstverständlichkeit", unterstreicht Ott gegenüber pressetext. Derzeit liege die alleinige mobile Web-Nutzung, also ohne zusätzlich verfügbare PC-Internet-Verbindung, in Deutschland zwar noch unter zwei Prozent. Dennoch sei ein Eintreffen der Gartner-Prognose realistisch. Dieser zufolge wird die Zahl der PCs in den kommenden drei Jahren weltweit auf 1,78 Mrd. Stück zunehmen. Webfähige Mobiltelefone und Smartphones übertrumpfen die Computer bis 2013 jedoch mit 1,82 Mrd. Einheiten.
Gemeinsamer Nenner Facebook
Die rapide ansteigende mobile Internet-Nutzung läutet Gartner zufolge einen Wandel in der Online-Welt ein. Immer mehr Webseiten würden in den kommenden Jahren für Smartphones und Handys optimiert. Facebook werde in der sozialen Netzwerk-Integration die führende und zugleich dominante Rolle einnehmen. Bis 2012 soll das Social Network die zentrale Anlaufstelle im dialogfähigen Web werden. Angesichts seines fortschreitenden Wachstums und seiner zunehmenden Dominanz werde Facebook für andere soziale Netzwerke zur ernsthaften Bedrohung.
Die Dialogfähigkeit bei Facebook gefährde den Erfolg und das Überleben anderer Web-2.0-Plattformen, Kommunikationskanäle und Medienseiten. Andere soziale Netzwerke wie etwa Twitter werden sich laut Gartner zwar weiterentwickeln. Um angenommen zu werden, würden sie sich in Kommunikations- oder Inhaltsbereichen immer stärker spezialisieren und auf Nischen konzentrieren. Facebook werde unter ihnen aber bald den alleinigen gemeinsamen Nenner bilden.
Schlagzeilen
Youtube: Knapp 500 Millionen Euro Verlust
Googles Videoportal ist vom selbsterklärten Ziel, profitabel zu arbeiten, noch meilenweit entfernt.
In Sachen Marktanteile ist die Online-Videoplattform Youtube zwar Marktführer, doch in barer Münze zahlt sich das noch nicht aus. Wie der CreditSuisse-Analyst Spencer Wang schätzt, wird die Plattform in diesem Jahr einen Verlust von rund 470 Millionen Dollar schreiben. Die gute Nachricht: Die Umsätze sollen um immerhin 20 Prozent auf 240 Millionen Dollar steigen.
Auch einen kleinen Tipp, wie sich die Verluste minimieren lassen, hat Wang parat: Er empfiehlt der Google-Tochter, die Effizienz von Anzeigen zu steigern und mehr Kooperationen mit Entertainment-Unternehmen einzugehen. Die Kooperation zwischen Youtube und Disney sei da ein Schritt in die richtige Richtung.

